Manifestieren funktioniert bei mir einfach nicht.
Vielleicht liegt genau darin der Irrtum.
Nicht bei dir. Sondern in der Vorstellung, Neville Goddard habe uns eine Methode hinterlassen, mit der wir unsere Wünsche „richtig“ bestellen müssen. Denn Neville lehrte keine Technik, die wir zwanzig Minuten am Tag anwenden und anschließend wieder beiseitelegen.
Er sprach über
Bewusstsein. Über innere Zustände. Über das verborgene Gespräch, das wir den ganzen Tag mit uns selbst und über andere Menschen führen. Über die Frage, wer wir sind, wenn all die Rollen, Geschichten und Identitäten einmal still werden. Und über etwas, das sehr viel tiefer geht als positives Denken:
vom erfüllten Ende her zu leben.
Nicht über den Wunsch nachzudenken. Sondern von dort aus.
Das klingt zunächst fast zu einfach. Und vielleicht ist es gerade deshalb so leicht, es misszuverstehen
Auch ich hatte Neville bereits vor Jahren gelesen und irgendwann geglaubt: Ja, ich habe verstanden.
Ich hatte nicht verstanden. Jedenfalls nicht wirklich.
Erst sehr viel später machten einzelne seiner Aussagen plötzlich Klick. Nicht als Theorie, sondern weil ich sie in meinem eigenen Leben wiedererkannte.
Und auf einmal verstand ich auch etwas über frühere Zeiten meines Lebens, in denen vieles erstaunlich leicht geflossen war, Türen sich öffneten und Dinge geschahen, die ich niemals hätte planen können.
Ich hatte damals keinen Neville Goddard gekannt. Aber ich hatte manches von dem
gelebt, wovon er sprach.
Genau darum soll es in diesen drei Abenden gehen.
Worum es wirklich geht
Nicht darum, noch eine Manifestationsmethode zu lernen. Nicht um die nächste Technik. Nicht darum, ständig „hoch zu schwingen“, Zweifel zu verbannen oder sich einzureden, dass alles wunderbar ist.
Sondern darum, etwas zu entdecken.
Was geschieht eigentlich in dir, wenn du dir eine andere Wirklichkeit vorstellst? Aus welchem inneren Zustand schaust du auf dein Leben? Welche Geschichte erzählst du über dich selbst, über andere Menschen, über Geld, Liebe, Erfolg, Möglichkeiten? Was bedeutet es wirklich, einen Zustand innerlich einzunehmen – und ihm auch dann treu zu bleiben, wenn das Außen zunächst noch die alte Geschichte erzählt? Und wer ist dieses
ICH BIN, von dem Neville immer wieder sprach?
Wir werden uns mit seiner ungewöhnlichen Sicht auf Bewusstsein und Vorstellungskraft beschäftigen, mit innerem Reden, mit Identität und mit dem Leben vom erfüllten Ende her.
Ich werde dabei auch aus meinen eigenen Erfahrungen erzählen – von den Stellen, an denen ich Neville lange nur verstand und den Momenten, in denen aus Worten plötzlich Erfahrung wurde.
Nicht nur verstehen. Sondern erfahren.
Und wir werden nicht bei Theorie bleiben.
In einer sehr kleinen Gruppe möchte ich Raum dafür lassen, dass wir auch auf eure konkreten Situationen schauen: auf Begegnungen, Wünsche, festgefahrene Geschichten oder Lebensbereiche, in denen ihr immer wieder in denselben inneren Zustand zurückkehrt.
Dazu wird es eine geführte innere Reise geben, die nicht einfach einen Wunsch „manifestieren“ soll, sondern einen anderen Zugang zum eigenen Bewusstsein öffnen darf.
Vielleicht wird dabei manches sehr praktisch. Und manches möglicherweise viel spiritueller, als das Wort „Manifestieren“ zunächst vermuten lässt.
Denn hinter Nevilles Lehre liegt eine andere Frage.
Nicht nur:
Wie bekomme ich, was ich möchte?
Sondern:
Wer bin ich – und aus welchem inneren Ort heraus erschaffe und erlebe ich mein Leben?